Wieder gut im Leben.
MBOR: Reha-Maßnahmen in den ctt Reha-Fachkliniken
MBOR steht als Abkürzung für die medizinisch-beruflich orientierte Rehabilitation. Es handelt sich hierbei um ein Rehabilitationsprogramm, das speziell auf psychische, aber auch körperliche Schwierigkeiten im Berufsleben zugeschnitten ist. Hierunter fallen unter anderem chronische Leiden, drohende oder bestehende Arbeitsunfähigkeit sowie der Wiedereinstieg in den Beruf.
Ziel der MBOR ist der Erhalt der Erwerbsfähigkeit und die Teilhabe am Berufsleben. In den ctt Reha-Fachkliniken kümmert sich ein interdisziplinäres ärztliches, psychologisches, therapeutisches und sozialrechtliches Fachteam um die Planung und Umsetzung der Therapie. Auf diese Weise kann eine ganzheitliche und individuelle Hilfe für die Rehabilitandin oder den Rehabilitanden sichergestellt werden.
Nachfolgend erhalten Sie wichtige Informationen, die Ablauf und Beantragung der MBOR betreffen. Bei Fragen nehmen Sie jederzeit Kontakt zu uns auf – wir beraten Sie gerne!
Was ist das Ziel der medizinisch-beruflich orientierten Reha?
Bei der MBOR liegt das Augenmerk auf Beschwerden bei beruflicher Belastung und arbeitsplatzbezogenen Einschränkungen. Sogenannte besondere berufliche Problemlagen (BBPL) können den Arbeitsablauf und die Leistungsfähigkeit der Betroffenen erheblich einschränken – in einigen Fällen droht sogar die Leistungsunfähigkeit. Die Art der Beeinträchtigung ist dabei von Beruf zu Beruf verschieden. Zu den häufig diagnostizierten Erkrankungen und Beschwerden gehören:
- Verschleißerkrankungen der Gelenke
- Funktionelle Rückenschmerzen
- Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule
- Funktionelle Gelenk- und Muskelbeschwerden
- Rheumatische Krankheiten
- Burnout
- Depressionen
Daneben werden auch sozialmedizinische und -rechtliche Sachlagen wie längere Arbeitsunfähigkeit, unterbrochene Berufsbiografien und Wiedereinstieg nach längerer Erwerbslosigkeit in der MBOR Reha angesprochen.
Das Hauptziel der medizinisch-beruflichen Rehabilitation ist es, die Arbeitsunfähigkeit zu verkürzen oder sogar zu verhindern, die Leistungsfähigkeit der Betroffenen zu erhalten oder wiederherzustellen und insgesamt eine beschwerdefreie Teilhabe am Berufsleben zu ermöglichen. Das Besondere an einer MBOR Reha ist, dass sie den berufsspezifischen Belastungen und Problemen Rechnung trägt und diese von Beginn an in den Mittelpunkt stellt: Statt den Fokus nur auf allgemeine funktionelle Anwendungen zu legen, berücksichtigt die MBOR ausdrücklich die individuellen Problemlagen der jeweiligen Berufsgruppen. Auf diese Weise wird eine Therapie ermöglicht, die ideal auf die spezifischen Beschwerden der Betroffenen zugeschnitten ist.
Welche Maßnahmen kommen in der medizinisch-beruflich orientierten Reha zum Einsatz?
Alle Anwendungen sind hier auf den jeweiligen Beruf und die spezifischen Belastungen des Arbeitsplatzes ausgerichtet. Physiotherapeutische Maßnahmen für Büroangestellte setzen andere Trainingsschwerpunkte als für Patientinnen und Patienten aus Handwerksberufen. Gleiches gilt für die Ergotherapie: An speziellen Musterarbeitsplätzen werden die berufsspezifischen Abläufe simuliert, sodass ein effektives und vorbereitendes Arbeitstraining absolviert werden kann. Abgerundet wird die MBOR Reha durch eine psychologische und Sozialberatung.
Die medizinisch-beruflich orientierte Reha enthält unter anderem folgende Bestandteile:
- Medizinische Trainingstherapie
- Ergotherapie
- Physikalische Therapie
- Bewegungstherapie
- Entspannungstherapie
- Beratung/Schulung z. B. zur ergonomischen Einrichtung des Arbeitsplatzes
Wie wird die medizinisch-beruflich orientierte Reha beantragt?
Der Antrag für die MBOR läuft über die Deutsche Rentenversicherung, die zudem sämtliche Kosten der Therapie übernimmt. Vorab wird durch Ihre behandelnde Ärztin oder Arzt festgestellt, ob der Bedarf für eine medizinisch-beruflich orientierte Reha bei Ihnen besteht und Ihre Beschwerden somit beruflich bedingt sind.
Sozialberatung in der medizinisch-beruflich orientierten Reha
Die ctt Reha-Fachkliniken bieten Betroffenen im Rahmen der MBOR eine umfassende Sozialberatung. Hier wird unter anderem geklärt, ob
- die Erwerbsfähigkeit akut bedroht ist,
- der Verbleib im bisherigen Beruf noch möglich oder sinnvoll scheint
- oder eine leichtere Tätigkeit ausgeführt werden sollte.